Ostwall Teil 1 – die spontane Erkundung

Ostwall Teil eins handelt von den Panzerwerken 754 und 757.
Diese sind etwas Nordwestlich vom großen Hauptsystem des Oder Warthe Bogens. Im Gegensatz zu vielen Panzerwerken die einzeln stehen, sind die beiden Panzerwerke über ein Tunnelsystem miteinander verbunden.

Plan war es wohl auch diese Panzerwerke mit dem Hauptsystem zu verbinden, die Zeichen dafür sind gegeben. Da das System jedoch nie fertiggestellt wurde, kann man aber nur spekulieren.

Tunnel zwischen PzW 754 und 757

Überhaupt wurde der ganze Oder Warthe Bogen nie fertiggestellt. Nein es wurden sogar wieder Verteidigungsanlagen von seiner Ausrüstung her demontiert und an den Westwall in Frankreich gebracht.

Die Planung für den Ostwall fing bereits in den Jahren 1928 an (Weit vor Hitlers Machtergreifung) die Planungen wurden resultierend aus den Versailler Vertrag (Nur 100.000 Soldaten für das ganze Deutsche Reich) und den Sieg der Polen 1920 gegen die Bolschewiken angesetzt. Da Deutschland nur 100.000 Soldaten haben durfte, wurde über eine effiziente Abwehrmethode gegen die Polen im Falle eines Einfalls nachgedacht, die aus Schützen gäben, leichten Stellungen und Bunkern bestehen sollte, um auch mit kleinerer Soldatenanzahl einen Angriff Polens abzuwehren.

Die finanzielle Lage Deutschlands in den 20er Jahren war jedoch nicht ausreichend um Bunker zu bauen, so blieb vorerst nur die Panzersperre (die heute noch zu sehen ist) möglich als auch ein Riesensystem aus Schützengräben.

Gruppen gespräch in der Ruine des PzW 757

Nach 1933 wurden die Pläne wieder fortgeholt und es folgte der Ausbau mit Bunkern (Heute Panzerwerke genannt) die man teils über unterirdische Stollen miteinander verbunden hat, ein großer teil der Stollen war laut einigen Quellen bereits vorhanden durch eine Mine, die sich unweit des Ostwalls befindet. Doch der Großteil wurde dann nachträglich ausgebaut.

Das Hauptsystem ist nun ca. 12 KM Lang von Norden in den Süden und durch die Abgehenden Nebengassen wurde ein 33KM in seiner Gesamtlänge, langes Hohlgangsystem geschaffen. Die Planung sah vor alle Panzerwerke miteinander zu verbinden. Der Bau sollte 1957 abgeschlossen werden, wodurch es durch den Fall des 3. Reiches nie kam.

Um die Lage taktisch noch zu verstärken wurden vor dem Ostwall taktische Wasserblockaden errichtet, künstlich miteinander verbunden um, im falle eines Angriffes Bereiche zu Fluten und unzugänglich zu machen. Teile der Anlage sind heute noch zu sehen wie Schwenkbrücken und die Gewässer. Aber darauf gehen wir in Teil 2–4 noch ein.

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Author: Antikmaster2012

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