Krampnitz-Kaserne

Hier waren der Max und der Tobias zusammen unterwegs, in Begleitung unseres Russen „Oleg“, der auch schon zur Zeit der Russischen Besatzung dort war, im Zuge seiner Stationierung in Beelitz. Mit dabei war seine Frau.

Zu viert versuchten wir von zuerst von der B2 auf das Gelände zu kommen, wir gingen rechts an der Geländegrenze entlang, als wir dann ein schwachen Punkt zum hinein gelangen fanden, wurde durch eine kleine konkrete aber höfliche Diskussion mit einem Bauarbeiter klar das wir von dort nicht drauf dürfen. Nach Absprache mit unserer Gruppe beschlossen wir einen anderen Weg zu finden.

Wir führen dann nach Fahrland und sind dann über die Felder zum hinteren Teil der Kaserne gelaufen um Dort ein Zugang zu finden, den wir dann auch endlich nach 20 Minuten in einer Betonmauer einer Panzerhalle gefunden hatten.

Endlich waren wir auf dem Gelände, jedoch mussten wir mit allem sehr vorsichtig sein, überall fuhren LKW und Autos von Arbeitern entlang. „ wir durften uns halt nicht erwischen lassen „

Panzerhalle – die Spuren eindeutig zu sehen

Zuerst gingen wir von Halle zu Halle, überall auf dem Boden erkennbar das diese für Panzer da waren. Die Abdrücke und der Verschleiß durch die Ketten waren sehr klar zu erkennen.

Oh man dachten wir, so viele Hallen = Extrem viele Panzer und Fahrzeuge ( Ein Teil den unser Oleg damals auch nicht zu sehen bekam, da er nur für Krankentransporte seitens der Beelitzer Heilstätten ( Russisches Zentralkrankenhaus für alle in Deutschland Stationierten Russen ) eingeteilt war.

Panzerhalle

Als wir dann durch einige Hallen durch waren gelangten wir wieder an eine Mauer , die das Fahrzeuggelände von der Kaserne trennte. Nach einer weile hörte die Mauer auf und wir kamen an an eine offene Halle in der Kohle gelagert wurde und daneben ein Heizhaus ( Kesselhaus ) dieses waren die ersten Objekte die wir gefilmt und betreten haben.

Kohle-Lagerhalle – von dort aus wurde über ein Förderband die Kohle ins Heizhaus geleitet

Gleich dahinter war die Wäscherei wo noch einige Waschmaschinen und andere Große Maschinen standen; Zum Bügeln , Trockenen und noch einiges mehr. ( siehe Fotogalerie )
Danach ging es weiter durch einige Hallen und kleinere Ruinen . In einer fanden wir noch einige Ersatz- und Karosserieteile für ZIL LKW und Panzer.

Nach Zahllosen Lagerhallen und Ruinen kamen wir dann endlich in eine Sporthalle, gleich daneben ein Kino. Als wir nach Stunden des Laufens dort angekommen waren kam endlich der interessante Part, die Mannschaftsgebäude waren endlich sichtbar.

Dort hieß es aber extrem Vorsichtig sein. Den alle 5 Min Tourte ein LKW durch die Straßen und einige Radlader du unweit am Arbeiten waren, waren zu hören. So schlichen wir vorsichtig von Gebäude zu Gebäude 😉 – Nach dem wir einige Gebäude durch hatten, und wir nicht näher Richtung der Bauarbeiter konnten und auch nicht mehr näher an die Wache, wo der Wachmann drin sitzt, beschlossen wir die Tour abzubrechen. Und gingen den langen weg wieder über einige Gebäude zurück.

Der Eindruck der die Kaserne hinterlassen hatte war aber enorm und auf jeden Fall eine Urbex Tour wert gewesen. Auf Grund der Bauarbeiten und der Sicherheitsleute auf jeden Fall auch die Spannendste in Sachen „ Unsichtbar und leise bleiben „ 🙂

Bald entstehen dort Wohnanlagen und der Anblick der uns sich dort bot, den wird es so bald nicht mehr geben.

Die Krampnitzkaserne

Geschichte

Das Heeres-Neubauamt beauftragte den Berliner Architekten Robert Kisch 1935 mit einen Bauplan für eine Heeresreitschule. Mit Unterkunftsgebäuden, Verwaltung, Produktionsanlagen und Stallungen für die Pferde.

Im März 1937 Legte Robert Kisch den Bauplan mit 82 Gebäuden vor. Unmittelbar nach der Einreichung der Pläne wurde mit dem Bau auch schon begonnen. Der Bau dauerte ca. 2 Jahre bis 1939.

So wie einzelne Gebäude fertig gestellt wurden, wurden ab dem Jahr 1937 schon die ersten Teile der Heeres-Reit- und Fahrschule in kleinen Teilen in die Krampnitz-Kaserne Umgezogen. Der Umzug war ende 1939 / Anfang 1940 Abgeschlossen.

Seit November 1938 unterstand die Heeres-Reitschule dem „Chef der Schnellen Truppen“, General Heinz Guderian. Im Juni 1941 erfolgte dann die Umbenennung in „Schule für Schnelle Truppen“, 1943 in „Panzertruppenschule II Krampnitz“. Im Winter 1944 erfolgte die Verlegung der Hauptbestandteile der Panzertruppenschule nach Bergen, nur die berittenen Ausbildungseinheiten verblieben in ihren Kasernen.

Das Gelände der Militäranlage ist rund 120 ha groß. Die prägenden Bauten sind der weithin sichtbare Turm unmittelbar am Eingang, das Offizierskasino, das Offizierswohnheim und das Fähnrichswohnheim. Die Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz und sind typisch für die Militärarchitektur der 1930er Jahre.

Krampnitz wurde für eine Mannschaftsstärke von 3700 Mann, 1800 Pferde und eine Wohnsiedlung von 450 Offiziers-Familien Geplant Ab 1945 wurde die Kaserne von der Sowjet Armee eingenommen.

Die Sowjet Armee gab einige neue Wohngebäude in Auftrag die dort errichtet wurden, ebenfalls wurden später die Panzerhallen im hinteren Teil der Kaserne in Richtung Fahrland gebaut.

Stationiert wurde hier:

1.Das HQ der 35. Motorschützendivision

2.Die Schule № 85

3.Kommunikationsbataillion

4.Panzerregiment

Die Krampnitz-Kaserne wurde unter der Sowjetzeit zu einer eigenen Mini Stadt, mit an die 10.000 Einwohnern. Natürlich lebten auch die Familien der Soldaten / Offiziere hier als auch Ziviles Personal

Nach dem Abzug der Sowjet Armee im Jahre 1992, wurde das Gelände nicht mehr Militärisch genutzt und wurde sich selber überlassen. Bis die Ganze Kaserne 2008 für 4,1 Millionen Euro verkauft wurde. Nun wird hier ein Wohngebiet mit ca. 1600 Wohnungen entstehen.

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Author: Antikmaster2012

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